Komfort ja – Luxus nein!

Die Entstehungsgeschichte der Basler Wohngenossenschaft Gundeldingen. Von Sarah Leonie Durrer

Die Basler Wohngenossenschaft Gundeldingen erstrahlt nach einer umfassenden Fassadenrenovation wieder im ursprünglichen Rotton ihres Gründungsjahres 1926. Die rote Farbe, die mäanderartige Struktur des um zwei Höfe angelegten Baus und die als klein wahrgenommenen Fenster trugen der Genossenschaft in der Basler Bevölkerung den Namen «Sing-Sing» nach dem gleichnamigen Gefängnis in den USA ein.

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Quo vadis, Helvetia?

Von Veränderungen im Schweizer Wahlkampf. Von Nicolas Neuenschwander

Wir werden in der Schweiz bald ein neu zusammengesetztes Parlament bekommen, dies geht natürlich mit einem langen Wahlkampf einher. Doch dieses Jahr konnten verschiedene Veränderungen festgestellt werden, die in ihrer Art für die Schweiz sehr ungewöhnlich sind. Vor allem in den Plakatkampagnen der verschiedenen Parteien gab es dieses Jahr deutliche Unterschiede zu vergangenen Jahren. Diese Unterschiede sollen nun näher analysiert werden.

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15 Minuten zu spät kommen ist OK!

Von Tomas Marik

Vielen Erstsemestrigen ist es sicher schon einmal passiert. Man geht in der ersten Woche seines Studiums zur Vorlesung oder ins Proseminar, und wenn dann endlich der richtige Raum gefunden wurde, ist niemand da. Verunsichert kontrolliert man noch den eigenen Stundenplan, um sich zu vergewissern, ob es doch der richtige Raum ist. Doch bald kommen schon die ersten Studierenden, und man kann sich erleichtert, und noch ein wenig schüchtern, in die letzte Reihe setzen.

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Semper Apertus!

Die Öffnungszeiten der Unibibliothek sind eine Zumutung. Es wird Zeit, das Modell grundsätzlich zu überdenken. Von Oliver Sterchi

Wer schon ein bisschen länger Geschichte studiert, der weiss: Die Universitätsbibliothek ist der Dreh- und Angelpunkt des universitären Lebens. Während Erstis mit überfüllten Stundenplänen von einem Proseminar zum nächsten rennen, sitzen fortgeschrittene BA- und MA-Studierende vornehmlich in der Bib. Dort werden Arbeiten geschrieben, Bücher gelesen, Gedanken ent- und verworfen, Vorträge vorbereitet — kurzum: In der Bibliothek findet die Denk- und Schreibarbeit statt, die für das Studium an einer humanwissenschaftlichen Fakultät zentral ist.

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Eine neutrale Sprache gibt es nicht

Überlegungen zur Verwendung des generischen Femininum in schriftlichen Arbeiten – einige Argumentationslinien. Von Florian Zoller und Christina Zinsstag

Mit dem generischen Femininum ist die konsequente Verwendung des weiblichen statt des männlichen Substantives in Texten gemeint. Dies soll nicht heissen, dass männliche Nomen verweiblicht werden (etwa statt „der Roboter“ „die Roboterin“), sondern, dass beispielsweise bei Berufsbezeichnungen nicht nur die männliche, oder die weibliche und die männliche Form, sondern ausschliesslich die weibliche Form für alle Geschlechter verwendet wird. Dieser Artikel ist das Ergebnis einer schriftlich geführten Pro-und-Contra-Debatte zwischen den Autorinnen.

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Kann ein historischer Roman als Quelle dienen?

Auch literarische Texte bringen uns vergangene Lebenswelten näher. Doch was taugen sie in wissenschaftlicher Hinsicht? Von Sarah Durrer

Ein livrierter Liftboy und eine Fassade im modernen Sezessionsstil entführen Gäste des Hotels Savoy in Łódź auch heute noch in die Zwischenkriegszeit Polens. In einer ruhigen Seitenstrasse der geschäftigen Ulica Piotrkowska gelegen, bietet das Hotel Liebhabern originalgetreu eingerichteter Zimmer eine optimale Unterkunft. An die Zeit des Kabaretts Bi-Ba-Bo unter Mitarbeit von Julian Tuwim erinnert der heute zweckmässig eingerichtete Speisesaal jedoch nicht. Und dass das heute etwas verschlafene Hotel als Kulisse für einen spannenden Roman gedient hat, erschliesst sich dem heutigen Hotelgast auch nicht auf den ersten Blick.

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Wenn Geschichte mit Beton neu geschrieben wird

In Nordmazedonien beschwört die Elite die vermeintliche antike Vergangenheit des Landes und baut die Hauptstadt um. Ob das gut geht? Von Tomas Marik

In letzter Zeit erleben wir immer häufiger, wie geschichtliche Fakten im öffentlichen Raum simplifiziert, umgedeutet oder sogar verfälscht werden. Es findet sich auch manch ein europäischer Politiker, der fordert, dass diese abstrusen Geschichtsauslegungen in den Schulunterricht eingebaut werden sollen. So äusserte sich Björn Höcke (AfD) zur deutschen Bewältigungspolitik: „Wir brauchen nichts anderes als eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad.“

In Russland wurde sie bereits zum Teil umgesetzt. So erleben wir von Neuem einen Stalinkult. Nach einer Umfrage des russischen Lewada-Instituts bekommt Josef Stalin in der Kategorie „herausragendste Persönlichkeit aller Zeiten“ den ersten Platz zugewiesen, und überholt so Vladimir Putin und Peter den Grossen.

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