Ziviler Ungehorsam – Ermächtigung der Machtlosen

Ziviler Ungehorsam. Dem Begriff schwingt ein Hauch Revolution mit. Er ruft Bilder hervor, von Protesten, Plakaten und emotionalen Reden; Martin Luther King, Aktionskunst, Pussy Riot, Gandhi, Klimajugend und Menschen, die sich von der Polizei wegtragen lassen. Doch was davon ist wirklich ziviler Ungehorsam? Und was wäre es, wenn es kein ziviler Ungehorsam ist? Von Lisa Kwasny

Der Begriff «ziviler Ungehorsam» sagt schon einiges über sein Wesen aus. Es soll ein anständiger Ungehorsam, ausgeführt von Einwohner*innen eines Staates, sein. Man begegnet dem Begriff ‘zivil’ auch im Wort ‘Zivilisation’ oder im ‘zivilisierten Verhalten’. Ungehorsam bezeichnet die Praxis, durch die bewusst gegen bestehende Normen gehandelt oder Gesetze gebrochen werden. ‘Ziviler Ungehorsam’ scheint eher ein seltsames Wortpaar zu sein, wenn man genauer darüber nachdenkt. Wie kann ein Gesetzesbruch anständig sein, wenn doch die Gesetzestreue als Grundvoraussetzung des anständigen Bürgers gilt?

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Mord, Lüge und Kentucky Fried Chicken! So werden die Weihnachten in Japan, Türkei und Tschechien gefeiert

Hast du schon einmal von Noel Baba gehört? Oder warst du einmal mit einem Karpfen in der Badewanne baden? Weihnachten werden überall auf der Welt unterschiedlich gefeiert, vielleicht findest du hier deine neue Weihnachtstradition! Von Vanessa Thai, Irem Neseli und Tomas Marik

Japanische Weihnachten

Wenn du Weihnachten auf die japanische Art feiern möchtest, dann solltest du dich nicht etwa auf christliche Dekorationen einstellen, sondern auf fettige Finger und ganz viel Romanze. Wieso? Weil in Japan nämlich nicht die religiöse Seite gefeiert wird, sondern die kommerzielle Seite von Weihnachten: Essen, Feiern, Beleuchtungen usw. Denn der Anteil an Christen in Japan beträgt nur etwa 1%.  Deshalb wird Weihnachten dort nicht als Feiertag gezählt. Dennoch verfehlt es nicht ihre magische Wirkung, die sie vom Westen übernommen haben.

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Die weihnachtliche Bescherung: eine Geschenkidee

Sprechen wir über die weihnachtliche Bescherung, an der wir jedes Jahr teilhaben. Die Christen haben es erfunden, wir dürfen heute damit leben. Wir sagen Danke! von Léonard Wiesendanger

Wer liebt es nicht, das Fest der Liebe? Die Geburt Jesu ist zwar vergessen (das ist nicht weiter schlimm), das Weihnachtsfest lebt sich aber fröhlich fort. Wir gehen längst nicht mehr zur Messe und besingen dieser Tage auch keine heilige Nacht. Stattdessen erfreuen wir uns des musikalischen Klimbims einer Weihnachtspop-Playlist von Spotify: eingängige Melodien, ein monoton auf das Trommelfell hämmernder Viervierteltakt und verzierende Schlittenglöckchen fürs Ambiente, Texte über Weihnachtsfreude und Liebe, so farblos wie der Schnee, der gleichfalls besungen wird. Von der Bibelgeschichte geblieben: ein Sternschnuppenmotiv auf den Fenstern und Balkonen mancher Leute. 

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Polarisierung am Arbeitsmarkt – was nun?

Keine Massenarbeitslosigkeit, sondern Jobpolarisierung und individualisierte Lebensumstände. Wie der technologische Wandel unsere Arbeitswelt verändert und warum das bedingungslose Grundeinkommen keine Universallösung ist. Von Remo Agovic und Guido Baldi

Der Prozess der Automatisierung und Digitalisierung schreitet mit rasantem Tempo voran. In der öffentlichen Diskussion werden neben utopischen Visionen einer arbeitsfreien Zukunft auch düstere Zukunftsbilder gezeichnet. In den Medien lassen sich immer wieder Titel finden wie „Roboter nehmen uns die Arbeit weg: Müssen wir sie bekämpfen?“ oder „In 25 Jahren werden 47 Prozent der Jobs verschwunden sein – und auch eurer ist nicht sicher.“ Oft wird argumentiert, dass als Folge einer drohenden Massenarbeitslosigkeit ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt werden soll – also ein fester und für alle gleicher Betrag, den alle erwachsenen Individuen ohne Bedingungen und Kontrolle erhalten. Doch droht überhaupt eine Massenarbeitslosigkeit? Und ist ein bedingungsloses Grundeinkommen ein geeignetes Mittel dagegen?

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Einsamkeit, Antriebslosigkeit und Essstörung: Drei Studierende erzählen, wie sich ihr Leben 2020 verändert hat

Covid-19 hat unser aller Leben verändert. In der gesellschaftlichen Debatte über die psychisch-gesundheitlichen Folgen der Pandemie gehen Studierende oft vergessen. Wir geben drei Studierenden eine Stimme, die 2020 viel zu kämpfen hatten und ihre gegenwärtige Situation reflektieren. Von Tomas Marik

Das Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende zu. Impfung, Risikogruppe, Wuhan, Fallzahlen, Bergamo, „nur eine Grippe“, Maskenpflicht, Massnahmen und Verbot sind nur ein paar Schlagwörter, die sich wohl für eine lange Zeit in unser Bewusstsein eingebrannt haben. In der Mitte all dieser Begriffe steht Corona / Covid-19, ein Virus, der das Leben aller verändert oder auch beendet hat.

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Quiz: Welche Epoche bist du?

Ehrwürdiges Mittelalter oder doch eher wilde 68er? Finde heraus, welche Epoche am besten zu dir passt.

Ein Quiz für alle, die sich schon immer gefragt haben, was ihre Präferenz für Coop oder Migros für einen geschichtswissenschaftlichen Hintergrund hat.

https://docs.google.com/forms/d/10nzc34ycLIiU6TTxRlxONY4whPMD-0CDcetvHAPmEcg/edit

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die alltägliche Selbstverständlichkeit lesen

Wir verbringen die meiste Zeit im Studium damit. Nichts fasst unsere Studienzeit besser zusammen. Eine Selbstverständlichkeit. Hinter ihrem Schleier gewinnt im Kontext der medialen Umwälzung ein kleines Wörtchen an Profil. Von Léonard Wiesendanger

lesen ist ein unscheinbares Wort, klein und alltäglich. Ebenso unscheinbar ist die Praxis, die wir Lesenden mit dem Wort verbinden. lesen ist im doppelten Sinne alltäglich: dass wir weder Wort noch Tätigkeit zur Kenntnis nehmen. Im Studium nehmen wir das Wort lesen so hin, wie die Erwartung der Dozierenden diesen oder jenen Text auf nächste Woche … zu haben, in derselben unscheinbaren Weise wie Du diesen Text …, beiläufig und ohne einen weiteren Gedanken.

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Wie in Krakau die Kronen getragen werden

Wenn du Dschungel, Weihnachtskitsch und Tradition suchst und du schon immer eine fremde Sprache im Sportstudio lernen wolltest, dann bist du in Krakau richtig! Ein Erfahrungsbericht darüber, wie man sich während eines Erasmusaufenthaltes zu Hause fühlen kann. Von Nicole Traber und Marion Florianne Knöpfel

Unser drittes Semester im Master sollte für uns ein ganz besonderes werden – wir hatten uns für einen Auslandaufenthalt in Krakau an der Universität Jagielloński entschieden. Die Universität, welche im Jahre 1364 gegründet worden war und somit zu den ältesten Europas zählt, besuchen ungefähr 40`000 Studierende – also eine Vielzahl mehr als wir es von Basel gewohnt sind.

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Poesie ist Seelenstriptease in seiner ästhetischsten Form

Gedichte sind mehr als die verstaubte Maturalektüre, die man Wort für Wort analysieren musste. Ein Liebesbrief an die Poesie. Von Sophie De Stefani

Poesie. Keine andere Kunstform lässt so tief in das Innenleben des Künstlers blicken wie du. Mit dir entblösst er sich vor der Welt, lässt uns an seinen intimsten Gedanken teilhaben, wenn er über die Liebe, den Tod oder die Einsamkeit schreibt.

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Wir sind wieder da!

Der Jetzt-Zeit Blog meldet sich nach einer etwas längeren Pause zurück mit der einen oder anderen Neuerung!

Hier die Auswahl an Leckerbissen: neues Logo, Präsenz auf Social Media (Facebook und Instagram) und – ganz wichtig! – in Zusammenarbeit mit dem Verein Reatch. Genannter nimmt sich zum Ziel, den wissenschaftlich-gesellschaftlichen Austausch zu fördern. Reatch betreibt mitunter einen Blog, auf welchem die von uns geschriebenen Artikel in Zukunft willkommen sind, vice versa finden ihre Artikel auf unserem Blog ein Zuhause. Unsere geschätzten Leser*innen erwartet somit eine breitere Palette von Artikeln, unsere geschätzten Schreiber*innen dürfen wiederum auf eine höhere Leserzahl hoffen.

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