«Könnt ihr uns hören?» Buchautor Jan Wehn im Interview

Der renommierte Journalist Jan Wehn hat gemeinsam mit seinem Kollegen Davide Bortot in einem umfangreichen Oral-History-Projekt die Geschichte des deutschsprachigen Raps aufgearbeitet. Das Buch wurde zum Kassenschlager. Von Luca Thoma

«Könnt ihr uns hören?» rekapituliert mit zahlreichen Gesprächspartnern die Geschichte von deutschsprachigem Rap in Interviewform. Das Buch wurde wider Erwarten zu einem grossen Erfolg und schaffte es auf die SPIEGEL-Bestseller-Liste. Gemeinsam mit vielen Rappern, die im Buch zu Wort kamen, tourten Wehn und Bortot, seines Zeichens ehemaliger Chefredaktor des führenden Branchen-Magazins JUICE, auf einer Lese-Tournee durch Deutschland.

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Gault Mensa: What the sock?!

Was haben das Mensa-Aufräumsystem mit der katalonischen Sezession und der UB-Kaffee mit einer Socke zu tun? Lest selbst. Von Luca Thoma

Wer in den letzten Monaten sein oder ihr Mittagsmahl in der Mensa genossen hat, der wird sich über die Menschenaufläufe beim Ausgang gewundert haben. Was ist denn hier bloss los? Hat sich der katalonische Sezessionskonflikt auf die Mensa ausgeweitet? Wird für einen nüchterneren Schreibstil in der SV-Menübeschreibung demonstriert?

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Schatten und Licht der ukrainischen Moderne

Der politische Philosoph Mikhail Minakov über Modernisierung und Demodernisierung in OsteuropaVon Oliver Sterchi und Luca Thoma

Die Post Colonial Studies beschäftigen sich meist mit Afrika, Lateinamerika oder Asien. In den letzten Jahren haben verschiedene Osteuropahistoriker versucht, das Konzept auch auf das östliche Europa anzuwenden. «Osteuropa» wird dabei weniger als fixer geographischer Raum verstanden, sondern vielmehr als eine bestimmte Ausprägung von historischen Erfahrungen.

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Komfort ja – Luxus nein!

Die Entstehungsgeschichte der Basler Wohngenossenschaft Gundeldingen. Von Sarah Leonie Durrer

Die Basler Wohngenossenschaft Gundeldingen erstrahlt nach einer umfassenden Fassadenrenovation wieder im ursprünglichen Rotton ihres Gründungsjahres 1926. Die rote Farbe, die mäanderartige Struktur des um zwei Höfe angelegten Baus und die als klein wahrgenommenen Fenster trugen der Genossenschaft in der Basler Bevölkerung den Namen «Sing-Sing» nach dem gleichnamigen Gefängnis in den USA ein.

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Quo vadis, Helvetia?

Von Veränderungen im Schweizer Wahlkampf. Von Nicolas Neuenschwander

Wir werden in der Schweiz bald ein neu zusammengesetztes Parlament bekommen, dies geht natürlich mit einem langen Wahlkampf einher. Doch dieses Jahr konnten verschiedene Veränderungen festgestellt werden, die in ihrer Art für die Schweiz sehr ungewöhnlich sind. Vor allem in den Plakatkampagnen der verschiedenen Parteien gab es dieses Jahr deutliche Unterschiede zu vergangenen Jahren. Diese Unterschiede sollen nun näher analysiert werden.

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15 Minuten zu spät kommen ist OK!

Von Tomas Marik

Vielen Erstsemestrigen ist es sicher schon einmal passiert. Man geht in der ersten Woche seines Studiums zur Vorlesung oder ins Proseminar, und wenn dann endlich der richtige Raum gefunden wurde, ist niemand da. Verunsichert kontrolliert man noch den eigenen Stundenplan, um sich zu vergewissern, ob es doch der richtige Raum ist. Doch bald kommen schon die ersten Studierenden, und man kann sich erleichtert, und noch ein wenig schüchtern, in die letzte Reihe setzen.

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Semper Apertus!

Die Öffnungszeiten der Unibibliothek sind eine Zumutung. Es wird Zeit, das Modell grundsätzlich zu überdenken. Von Oliver Sterchi

Wer schon ein bisschen länger Geschichte studiert, der weiss: Die Universitätsbibliothek ist der Dreh- und Angelpunkt des universitären Lebens. Während Erstis mit überfüllten Stundenplänen von einem Proseminar zum nächsten rennen, sitzen fortgeschrittene BA- und MA-Studierende vornehmlich in der Bib. Dort werden Arbeiten geschrieben, Bücher gelesen, Gedanken ent- und verworfen, Vorträge vorbereitet — kurzum: In der Bibliothek findet die Denk- und Schreibarbeit statt, die für das Studium an einer humanwissenschaftlichen Fakultät zentral ist.

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