Nach einer langen Zeit war es so weit, am 23. September 2021 schlug das Herz der Contemporary Art wieder für eine Woche in Basel. Künstler*Innen, Aussteller*Innen und zahlreiche Galerien aus aller Welt trafen in der Art Basel zusammen, um endlich ihre zeitgenössische Kunst den Besucher*Innen der Kunstmesse zu präsentieren. Bei diesem Besuch blieb den Besucher*Innen sicherlich nicht nur die einzigartigen Kunstwerke der Ausstellungen in Erinnerung, sondern auch die Covid-19 Massnahmen. Von Irem Neseli

Es war der 16. Juni 2019, als die Art Basel zum letzten Mal unter gewöhnlichen Umständen seine Türen für Besuchern*Innen offen hatte. Im Jahr 2020 wurde mit der ganzen Welt auch die Event- und Kulturbranche hart von der Pandemie getroffen, sodass die Messe Art Basel zuerst verschoben wurde und dann bedauerlicherweise nicht stattfinden konnte.

„Dann mach ich halt ein OnlyFans!“ ist das neue „Dann werde ich halt Stripperin“. Ein Spruch, den ich im letzten Jahr ziemlich oft gehört habe. Fast genauso oft wie den Ratschlag: „Du solltest unbedingt ein OnlyFans machen – damit könntest easy viel Geld verdienen!“ Interessanterweise kommt dieser Rat ausschliesslich von Männern, die Sexarbeit eigentlich nur „von aussen“ kennen. Das fühlt sich dann ungefähr so an, als wollte mir ein Schweizer erklären, wie man die Fussball Europameisterschaft gewinnt. Von Amber Eve

Hinter beiden Aussagen steckt die Vorstellung, dass Sexarbeit leicht verdientes Geld ist – vor allem online. Alles anonym, ein paar Füdlibilder posten, und schon flattert das Geld herein. Aber ist das wirklich so? Warum zählt OnlyFans eigentlich als Sexarbeit? Und was braucht es wirklich, um damit auch längerfristig erfolgreich zu sein?

Ein Interview mit dem Nobelpreisträger für Chemie Prof. Dr. Kurt Wüthrich zum Verhältnis von Politik und Wissenschaft und darüber, wie die Politik der Forschung in Notlagen zuhören sollte. Darüber hinaus zieht Kurt Wüthrich eine Parallele zwischen der Covid-19 Pandemie und Mad Cow Disease, zu der er aktiv geforscht hatte. Von Tomas Marik

Prof. Dr. Kurt Wüthrich wurde am 4. Oktober 1938 in Aarberg geboren. Nach der Matura in Biel, studierte er zwischen 1957 bis 1962 in Bern Chemie, Physik und Mathematik. Danach absolvierte er an der Universität Basel das Eidgenössische Turn- und Sportlehrerdiplom und promovierte gleichzeitig in anorganischer Chemie. Später forschte er in Berkeley an der University of California und in den Bell Telephone Laboratories in Murray Hill (New Jersey). Kurt Wüthrich lehrt und forscht seit 1969 an der ETH Zürich. Seit 1980 ist er Professor für Biophysik. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde er mit zahlreichen Preisen, Medaillen und Ehrendoktortiteln gewürdigt. Den Nobelpreis für Chemie erhielt Kurt Wüthrich 2002 zusammen mit John B. Fenn und Koichi Tanaka „für seine Entwicklung der kernmagnetischen Resonanzspektroskopie zur Bestimmung der dreidimensionalen Struktur von biologischen Makromolekülen in Lösung“.

Anfang April habe ich eine Umfrage gestartet, weil ich wissen wollte: Inwiefern hat Covid-19 die finanzielle Situation der Studierenden beeinflusst und welche Konsequenzen haben sich daraus für diese ergeben? Die Ergebnisse sind im folgenden Artikel zusammengefasst. Von Sarah Preiswerk, Vorständin Kultur der skuba

Einer der vielen Gründe für diese Umfrage war, dass ich selbst meinen Haupterwerb verloren habe und sich dadurch verschiedene Veränderungen für mich ergeben haben. Ich vermutete, dass viele Studierenden ähnliches erleb(t)en. Um Klarheit darüber zu erlangen, wie genau diese Veränderungen für andere ausgesehen haben, wurde ein Fragebogen aus geschlossenen und halboffenen Fragen sowie einer offenen zusammengestellt. Insgesamt haben 122 Studierende an der Umfrage teilgenommen, wobei alle alle Fragen beantwortet haben. In Anbetracht der Anzahl von Studierenden und dem Aufwand der Bewerbung seitens der skuba und Universität ist dies unter dem Strich ziemlich dürftig. Nichtsdestotrotz geben die Antworten Einblicke in die Gefühlslage der Studierenden. Der Tenor ist spürbar: Die Studierenden haben genug vom Bildschirmunterricht, sehnen sich nach Präsenzunterricht und dem Austausch unter Mitstudierenden. Vielen fehlt das universitäre Umfeld – einige haben es noch gar nicht kennenlernen dürfen. Eine Situation, die von Studierenden und Dozierenden gleichermassen Geduld und Energie fordert.

Im ersten Artikel der Reihe haben wir die Impfmentalität in der Schweiz genauer unter die Lupe genommen. In diesem Artikel soll es nun um die Sicht der Israeli auf die Impfsituation in ihrem Land gehen. Von Sofia Thai und Noëmi Blättler

In Israel wurden schon rund 10 Mio. Impfdosen an die Bevölkerung verabreicht, wobei 62% der Israeli schon doppelt geimpft sind (Stand: 30. April 2021, Ritchie et al., 2021). Alle Restaurants haben offen und Anlässe im Freien mit bis zu 10’000 geimpften Personen sind erlaubt. Die israelische Regierung diskutiert nun, ob die Maskenpflicht auch in Innenräumen aufgehoben werden soll.

Israel ist der Schweiz sowohl in der Impfkampagne wie auch auch in der Einführung vom Impfpass meilenweit voraus. Doch wie ist die Stimmung der Bevölkerung in beiden Ländern? Von Noëmi Blättler und Sofia Thai

Impfung – ein Thema, das seit der Erfindung des ersten Impfstoffs gegen die Infektionskrankheit Pocken immer wieder strittig diskutiert wird. Die Bekämpfung der Pocken durch Impfung wurde zum Vorbild für einen weiteren Umgang mit Infektionskrankheiten. Trotzdem wird die Sicherheit der Impfung seit den letzten Jahren immer mehr diskutiert.

Der sprunghafte Anstieg von Flüchtlingen, die 2015/16 in die EU kamen, hat diverse Mängel im europäischen Asylsystem offen gelegt. Im Dezember 2018 war ich zwei Wochen im Nordwesten von Bosnien-Herzegovina, um mir persönlich ein Bild der Folgen dieser verfehlten Migrationspolitik zu machen. Von Nils Wenzler

Velika Kladuša ist eine kleine Stadt im Nordwesten von Bosnien-Herzegowina. Sie ist eine von mehreren Städten im Balkan, wo sich die verfehlte Migrationspolitik Europas exemplarisch zeigt. Eine grosse Zahl von Schutz suchenden Personen sind hier gestrandet, in der Hoffnung eines Tages in der EU Asyl zu beantragen.

Sie sind aktuell in aller Munde, bei einigen höchst wohlwollend, bei anderen mit grosser Abneigung: die Verschwörungstheorien. Doch wovon sprechen wir eigentlich, wenn wir diesen Begriff verwenden? Ein Erklärungsansatz nach Michael Butter. Von Lisa Kwasny

Menschen in deinem Umfeld erwähnen in einem Nebensatz plötzlich, dass die Coronazahlen möglicherweise gefälscht sind? Jemand hat auf deine Hauswand «Plandemie» geschrieben? Oder deine Mutter leitet dir Telegram-Nachrichten weiter, welche «beweisen», dass Impfen unfruchtbar macht? Diese Erfahrungen teilen aktuell viele Menschen. Die Corona-Pandemie hat das Gros der Verschwörungstheorien von den Rändern der Gesellschaft in die Mitte zurückgeholt. Doch warum?

WGs sind unter Studierenden beliebt, denn sie sind günstig und bieten Gesellschaft. Letztes Jahr rückten diese Argumente allerdings in den Hintergrund, denn Corona veränderte die Wohnbedürfnisse grundlegend. Gerade den neuen Anforderungen des Studentenlebens scheint die WG nicht immer gerecht zu werden. Von Anniina Maurer

Mit dem Studium beginnen und von Zuhause ausziehen – das gehört für viele Studierende zusammen. Nicht selten begeben sie sich dann auf die Suche nach einer für sie passenden WG. Das Zusammenleben mit anderen hat schliesslich so manchen Vorteil, macht Spass und ist günstig.

Die derzeit oft gesehenen Demonstrationen von sogenannten Coronaleugner*innen kommen mit einer gewissen revolutionären Symbolik daher. Im Anschluss an unseren letzten Beitrag stellt sich nun denn die Frage: Lassen sich die Protestbekundungen gegen die Coronamassnahmen als zivilen Ungehorsam verstehen? Und wenn ja, sind sie deshalb legitim? Von Lisa Kwasny

Es ist eine gruselige Formation, die hier durch Bern zieht. Menschen in weissen Schutzanzügen und mit Masken trotten durch die Innenstadt. Aus einer Stereoanlage klingt eine blecherne Stimme. «Unser Atem tötet. Sicher bist du nur in der Isolation. Fügt euch der Normalität. Verratet eure Nachbarschaft. Maskenpflicht ein Leben lang. Umerziehungslager für Maskenverweigerer.» Dass diese Aktion an die Dystopie «1984» von George Orwell erinnert, scheint gewollt. Die Kommentare auf YouTube weisen darauf hin, dass das die Zukunft sein werde, wenn man nicht aufpasst. Es ist offensichtlich: Das ist eine Protestaktion von Coronaleugner*innen. 

Ziviler Ungehorsam. Dem Begriff schwingt ein Hauch Revolution mit. Er ruft Bilder hervor, von Protesten, Plakaten und emotionalen Reden; Martin Luther King, Aktionskunst, Pussy Riot, Gandhi, Klimajugend und Menschen, die sich von der Polizei wegtragen lassen. Doch was davon ist wirklich ziviler Ungehorsam? Und was wäre es, wenn es kein ziviler Ungehorsam ist? Von Lisa Kwasny

Der Begriff «ziviler Ungehorsam» sagt schon einiges über sein Wesen aus. Es soll ein anständiger Ungehorsam, ausgeführt von Einwohner*innen eines Staates, sein. Man begegnet dem Begriff ‘zivil’ auch im Wort ‘Zivilisation’ oder im ‘zivilisierten Verhalten’. Ungehorsam bezeichnet die Praxis, durch die bewusst gegen bestehende Normen gehandelt oder Gesetze gebrochen werden. ‘Ziviler Ungehorsam’ scheint eher ein seltsames Wortpaar zu sein, wenn man genauer darüber nachdenkt. Wie kann ein Gesetzesbruch anständig sein, wenn doch die Gesetzestreue als Grundvoraussetzung des anständigen Bürgers gilt?

Covid-19 hat unser aller Leben verändert. In der gesellschaftlichen Debatte über die psychisch-gesundheitlichen Folgen der Pandemie gehen Studierende oft vergessen. Wir geben drei Studierenden eine Stimme, die 2020 viel zu kämpfen hatten und ihre gegenwärtige Situation reflektieren. Von Tomas Marik

Das Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende zu. Impfung, Risikogruppe, Wuhan, Fallzahlen, Bergamo, „nur eine Grippe“, Maskenpflicht, Massnahmen und Verbot sind nur ein paar Schlagwörter, die sich wohl für eine lange Zeit in unser Bewusstsein eingebrannt haben. In der Mitte all dieser Begriffe steht Corona / Covid-19, ein Virus, der das Leben aller verändert oder auch beendet hat.