Kategorie: Kommentar

Semper Apertus!

Die Öffnungszeiten der Unibibliothek sind eine Zumutung. Es wird Zeit, das Modell grundsätzlich zu überdenken. Von Oliver Sterchi

Wer schon ein bisschen länger Geschichte studiert, der weiss: Die Universitätsbibliothek ist der Dreh- und Angelpunkt des universitären Lebens. Während Erstis mit überfüllten Stundenplänen von einem Proseminar zum nächsten rennen, sitzen fortgeschrittene BA- und MA-Studierende vornehmlich in der Bib. Dort werden Arbeiten geschrieben, Bücher gelesen, Gedanken ent- und verworfen, Vorträge vorbereitet — kurzum: In der Bibliothek findet die Denk- und Schreibarbeit statt, die für das Studium an einer humanwissenschaftlichen Fakultät zentral ist.

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Eine neutrale Sprache gibt es nicht

Überlegungen zur Verwendung des generischen Femininum in schriftlichen Arbeiten – einige Argumentationslinien. Von Florian Zoller und Christina Zinsstag

Mit dem generischen Femininum ist die konsequente Verwendung des weiblichen statt des männlichen Substantives in Texten gemeint. Dies soll nicht heissen, dass männliche Nomen verweiblicht werden (etwa statt „der Roboter“ „die Roboterin“), sondern, dass beispielsweise bei Berufsbezeichnungen nicht nur die männliche, oder die weibliche und die männliche Form, sondern ausschliesslich die weibliche Form für alle Geschlechter verwendet wird. Dieser Artikel ist das Ergebnis einer schriftlich geführten Pro-und-Contra-Debatte zwischen den Autorinnen.

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Kritische Anmerkungen zur «unpolitischen» Flüchtlingspolitik der Universität Basel

Die Uni hat sich der Gleichberechtigung verschrieben. Was Geflüchtete betrifft, ist sie jedoch noch weit davon entfernt. Von Fabienne Lehmann

Jeder hat das Recht auf Bildung». So steht es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948, Absatz 26. Dieser Grundsatz scheint selbsterklärend, ja in einem stabilen demokratischen Rechtstaat wie der Schweiz selbstverständlich. Doch kann die Universität Basel tatsächlich von sich behaupten, diesem Prinzip gerecht zu werden? Gerade den zweiten Teil dieses Absatzes, den ich im Folgenden noch erläutern werde, scheint die Uni Basel besonders im Umgang mit Geflüchteten mit akademischem Hintergrund keineswegs so umzusetzen.

Hier also ein kurzer Überblick darüber, mit was für Hürden und Stolpersteinen geflüchtete Menschen auf dem verwegenen Trampelpfad der akademischen «Gleichberechtigung» zu kämpfen haben und was die Universität Basel dabei für eine Rolle einnimmt.

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Warum die Uni Basel die beste Universität der Welt ist

Ein kritischer Essay über Uni-Rankings und ein Plädoyer für die Alma Mater Basiliensis. Von Oliver Sterchi

Willkommen an der besten Universität der Welt», pflegte der ehemalige Basler Rektor Antonio Loprieno bei seiner Begrüssungsansprache an die neuen Erstsemester in der Aula jeweils zu sagen. Diese Formulierung liess die Studierenden im Saal aufhorchen: «Echt jetzt, die beste Uni der Welt?!» Ungläubig schüttelten viele den Kopf. «So ein Quatsch!».

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Wenn der Nachhaltigkeits-Gedanke im Seminar aufhört

Die Universität hat sich der Schaffung einer besseren (Um)welt verschrieben. Dabei ist sie jedoch alles andere als konsequent. Von Florian Zimmermann

Wer sich einmal im Frühlingssemester im Café des Kollegienhauses verpflegt hat, dem wird nicht entgangen sein, welchen Wandel dieses kleine Bistro in relativ kurzer Zeit durchlaufen hat. Am Kaffeeautomaten klebt ein laminierter Zettel mit dem dezenten Vorschlag, der Koffeinbedürftige könne natürlich auch seine eigene Tasse mitbringen und auf diese Weise zum Umweltschutz beitragen. Das frühere Plastikbesteck wurde durch Gabeln und Löffel aus biologisch abbaubarem Material ersetzt.

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