Covid-19 hat unser aller Leben verändert. In der gesellschaftlichen Debatte über die psychisch-gesundheitlichen Folgen der Pandemie gehen Studierende oft vergessen. Wir geben drei Studierenden eine Stimme, die 2020 viel zu kämpfen hatten und ihre gegenwärtige Situation reflektieren. Von Tomas Marik

Das Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende zu. Impfung, Risikogruppe, Wuhan, Fallzahlen, Bergamo, „nur eine Grippe“, Maskenpflicht, Massnahmen und Verbot sind nur ein paar Schlagwörter, die sich wohl für eine lange Zeit in unser Bewusstsein eingebrannt haben. In der Mitte all dieser Begriffe steht Corona / Covid-19, ein Virus, der das Leben aller verändert oder auch beendet hat.

Wir verbringen die meiste Zeit im Studium damit. Nichts fasst unsere Studienzeit besser zusammen. Eine Selbstverständlichkeit. Hinter ihrem Schleier gewinnt im Kontext der medialen Umwälzung ein kleines Wörtchen an Profil. Von Léonard Wiesendanger

lesen ist ein unscheinbares Wort, klein und alltäglich. Ebenso unscheinbar ist die Praxis, die wir Lesenden mit dem Wort verbinden. lesen ist im doppelten Sinne alltäglich: dass wir weder Wort noch Tätigkeit zur Kenntnis nehmen. Im Studium nehmen wir das Wort lesen so hin, wie die Erwartung der Dozierenden diesen oder jenen Text auf nächste Woche … zu haben, in derselben unscheinbaren Weise wie Du diesen Text …, beiläufig und ohne einen weiteren Gedanken.

Gedichte sind mehr als die verstaubte Maturalektüre, die man Wort für Wort analysieren musste. Ein Liebesbrief an die Poesie. Von Sophie De Stefani

Poesie. Keine andere Kunstform lässt so tief in das Innenleben des Künstlers blicken wie du. Mit dir entblösst er sich vor der Welt, lässt uns an seinen intimsten Gedanken teilhaben, wenn er über die Liebe, den Tod oder die Einsamkeit schreibt.

Der Jetzt-Zeit Blog meldet sich nach einer etwas längeren Pause zurück mit der einen oder anderen Neuerung!

Hier die Auswahl an Leckerbissen: neues Logo, Präsenz auf Social Media (Facebook und Instagram) und – ganz wichtig! – in Zusammenarbeit mit dem Verein Reatch. Genannter nimmt sich zum Ziel, den wissenschaftlich-gesellschaftlichen Austausch zu fördern. Reatch betreibt mitunter einen Blog, auf welchem die von uns geschriebenen Artikel in Zukunft willkommen sind, vice versa finden ihre Artikel auf unserem Blog ein Zuhause. Unsere geschätzten Leser*innen erwartet somit eine breitere Palette von Artikeln, unsere geschätzten Schreiber*innen dürfen wiederum auf eine höhere Leserzahl hoffen.

Studieren ist nicht gleich Studium und will gelernt sein. Eine paar Gedanken zum neuen Semester. Von Léonard Wiesendanger

Ich habe Schiller gelesen. Eine akademische Antrittsrede. Wer sich für sie interessiert, bitte, sie liest sich gut und schnell; die Rede soll mir hier nur als Einstieg dienen: weil ich aber weder Philosoph noch thätiger Weltmann bin und mir meine edle Wißbegierde leider nicht selten abhandenkommt, damit auch mein Zugang zu den reichen Quellen edelsten Vergnügens, schreibe ich hier keine Antrittsrede, sondern belasse es bei einem Versuch. Dieser darf gerne halbherzig sein. Unzulänglichkeiten sind seine Form.

Verschwörungstheorien sind im Trend. Noch trendiger sind ihre Vertreter wie beispielsweise der Historiker und selbsternannte Friedensforscher Daniele Ganser. Der Versuch einer Annäherung an das Phänomen und ein Plädoyer dafür, sich ab und an mit Verschwörungstheorien zu beschäftigen. Von Mara Dieterle

Sie sind ein weites Feld, die Verschwörungstheorien. Und sie sind ein Minenfeld. Trotzdem ist es wert, sich ab und an vertiefter mit ihnen auseinanderzusetzen. Seit einiger Zeit (sogar seit einigen Jahren) mache ich in meinem persönlichen Umfeld immer wieder Erfahrungen, die mein Interesse an dieser Thematik wecken.

Der renommierte Journalist Jan Wehn hat gemeinsam mit seinem Kollegen Davide Bortot in einem umfangreichen Oral-History-Projekt die Geschichte des deutschsprachigen Raps aufgearbeitet. Das Buch wurde zum Kassenschlager. Von Luca Thoma

«Könnt ihr uns hören?» rekapituliert mit zahlreichen Gesprächspartnern die Geschichte von deutschsprachigem Rap in Interviewform. Das Buch wurde wider Erwarten zu einem grossen Erfolg und schaffte es auf die SPIEGEL-Bestseller-Liste. Gemeinsam mit vielen Rappern, die im Buch zu Wort kamen, tourten Wehn und Bortot, seines Zeichens ehemaliger Chefredaktor des führenden Branchen-Magazins JUICE, auf einer Lese-Tournee durch Deutschland.

Der politische Philosoph Mikhail Minakov über Modernisierung und Demodernisierung in OsteuropaVon Oliver Sterchi und Luca Thoma

Die Post Colonial Studies beschäftigen sich meist mit Afrika, Lateinamerika oder Asien. In den letzten Jahren haben verschiedene Osteuropahistoriker versucht, das Konzept auch auf das östliche Europa anzuwenden. «Osteuropa» wird dabei weniger als fixer geographischer Raum verstanden, sondern vielmehr als eine bestimmte Ausprägung von historischen Erfahrungen.

Die Entstehungsgeschichte der Basler Wohngenossenschaft Gundeldingen. Von Sarah Leonie Durrer

Die Basler Wohngenossenschaft Gundeldingen erstrahlt nach einer umfassenden Fassadenrenovation wieder im ursprünglichen Rotton ihres Gründungsjahres 1926. Die rote Farbe, die mäanderartige Struktur des um zwei Höfe angelegten Baus und die als klein wahrgenommenen Fenster trugen der Genossenschaft in der Basler Bevölkerung den Namen «Sing-Sing» nach dem gleichnamigen Gefängnis in den USA ein.