Sie sind aktuell in aller Munde, bei einigen höchst wohlwollend, bei anderen mit grosser Abneigung: die Verschwörungstheorien. Doch wovon sprechen wir eigentlich, wenn wir diesen Begriff verwenden? Ein Erklärungsansatz nach Michael Butter. Von Lisa Kwasny

Menschen in deinem Umfeld erwähnen in einem Nebensatz plötzlich, dass die Coronazahlen möglicherweise gefälscht sind? Jemand hat auf deine Hauswand «Plandemie» geschrieben? Oder deine Mutter leitet dir Telegram-Nachrichten weiter, welche «beweisen», dass Impfen unfruchtbar macht? Diese Erfahrungen teilen aktuell viele Menschen. Die Corona-Pandemie hat das Gros der Verschwörungstheorien von den Rändern der Gesellschaft in die Mitte zurückgeholt. Doch warum?

In einer Zeit, wo die Russische Föderation zehntausende Soldaten an der ukrainischen Grenze sammelt, konnte die Explosion eines tschechischen Munitionslagers aufgeklärt werden. 2014 explodierte das Munitionslager in Vrbĕtice (Deutsch: Wirbietitz), dabei starben zwei Menschen. Heute Abend wurde von der tschechischen Regierung bekannt gegeben: Hinter der Explosion steckten russische Agenten. Womöglich sogar dieselben russischen Agenten, die hinter dem Giftanschlag auf Sergei Skripal stehen. Von Tomas Marik

Am 16. Oktober 2014 explodierte im Munitionslagerkomplex Vrbĕtice das erste Munitionslager mit der Nummer 16, am 3. Dezember desselben Jahres explodierte das zweite Munitionslager mit der Nummer 12. Der Komplex wurde von der Firma Imex Group aus Ostrava angemietet.[1] Von den beiden Explosionen waren insgesamt 1329 Hektar Land betroffen. Obwohl man damals nicht vom Zufall, sondern von einer Fremdeinwirkung ausging, war noch niemandem klar, dass heute (17.04.2021) der tschechische Premier Minister Andrej Babiš (ANO 2011) und der Vizeminister, der Minister für innere Angelegenheiten und zur Zeit auch der Aussenminister Jan Hamáček (Sozialdemokraten) den russischen Militärnachrichtendienst GRU (Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije) dafür verantwortlich machen werden. Dies geht aus den Untersuchungen des tschechischen Sicherheitsdienstes hervor.

Unrealistische Vorstellungen in unseren Köpfen verhindern beim Klimaschutz den Blick aufs Ganze. Von Servan Luciano Grüninger

Vorgefasste Meinungen führen uns oft in die Irre. Das gilt besonders für ein Thema wie den Klimaschutz, der seit Jahrzehnten von verschiedenen wissenschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Akteuren bearbeitet wird. Dementsprechend viele irreführenden Behauptungen und Vorstellungen haben sich mittlerweile in den Köpfen der Menschen festgesetzt.

WGs sind unter Studierenden beliebt, denn sie sind günstig und bieten Gesellschaft. Letztes Jahr rückten diese Argumente allerdings in den Hintergrund, denn Corona veränderte die Wohnbedürfnisse grundlegend. Gerade den neuen Anforderungen des Studentenlebens scheint die WG nicht immer gerecht zu werden. Von Anniina Maurer

Mit dem Studium beginnen und von Zuhause ausziehen – das gehört für viele Studierende zusammen. Nicht selten begeben sie sich dann auf die Suche nach einer für sie passenden WG. Das Zusammenleben mit anderen hat schliesslich so manchen Vorteil, macht Spass und ist günstig.

Twitter ist seit den Wahlen in den USA von 2016 und insbesondere seit den Ereignissen um die Wahlen 2020, den Massnahmen des Konzerns bezüglich des Accounts @realdonaldtrump, den Sturm auf das Kapitol und die daraus resultierenden Debatten aus dem öffentlichen Diskurs nicht mehr wegzudenken. Von Nicolas Neuenschwander

Twitter wurde im März 2007 unter dem Management von Jack Dorsey erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.[1] Seitdem hat sich Twitter Inc. immer stärker in unserem alltäglichen Leben verankert. Besonders in der politischen Sphäre kann die Signifikanz der Plattform nicht länger ignoriert werden.

Die meisten Schweizer Universitäten, inklusive die Universität Basel, arbeiten mit der Stiftung „Fondation Zdenek et Michaela Bakala“ zusammen. Dabei hat das tschechische Gericht unter Würdigung der gegebenen Umstände entschieden, dass es gerechtfertigt ist, den Gründer der Stiftung, Herrn Zdenek Bakala, als einen Gauner zu bezeichnen. Von Tomas Marik

Wer ist Zdenek Bakala?
Der tschechische Investor Zdenek Bakala besitzt laut Forbes eine dreiviertel Milliarde Schweizer Franken. Er wohnt in der Schweiz und ist ein Mitbesitzer des Eishockeys Teams Lausanne HC. Aus seinem Heimatland flüchtete er 1980 vor dem Kommunismus in die USA und studierte unter anderem an der University of California. Später arbeitete er bei der Credit Suisse. Nach der Samtenen Revolution kehrte er zurück nach Prag, um mit seinem marktwirtschaftlichen Wissen eine Investmentgesellschaft zu gründen, die er später verkaufte.

Die Schönheit ist Lust und Last des weiblichen Geschlechts. Was Spielwiese der eigenen Entfaltung sein könnte, ist eher Schlachtfeld der gesellschaftlichen Normen. Unerreichbare Ideale halten die verunsicherte Frau gefangen in einer Endlosschleife aus Versuchen und Versagen. Zeit, unsere Vorstellung von Schönheit selbst in die Hand zu nehmen. Von Jacqueline Fischer

Das siebzehn-jährige Ich, vor dem Spiegel: Der kritische Blick bleibt dort hängen, wo sich die Oberschenkel wie weiche Kissen aneinanderschmiegen, dort, wo eigentlich eine luftige Lücke sein sollte. Die Oberschenkel sind zu dick, denkt das Ich. Der Bauch? Zu dick. Die Brüste? Zu klein. Und dann wandert der Blick weiter nach oben, ins Gesicht. Er begutachtet die Nase, von vorne und im Profil und obwohl das Ergebnis immer dasselbe ist, ist es doch erschreckend: da sitzt eine Kartoffel im Gesicht. „Un patatino“, wie der Italienischlehrer einmal sagte. Kartoffelig rund sind auch die Backen. Von kantigen Wangenknochen keine Spur. Das Ich steht oft so vor dem Spiegel. Es stellt sich täglich auf die Waage. Verzichtet auf Essen, macht sich Wochenpläne, zählt Kalorien. Manchmal, wenn es schwach wird, isst es übermässig viel, stopft alles in sich hinein, was es finden kann. Das macht es heimlich, oft über mehrere Tage, Wochen oder Monate hinweg. Dann schämt und verkriecht es sich. Im Sommer nur lange Hosen, weite Shirts. Wenn andere baden gehen, geht es nach Hause.

Die Fas(t)nacht ist eine der faszinierendsten Festlichkeiten überhaupt. Gemeinhin bekannt: dass sie die Welt kopfüber stellt. Was aber, wenn die Welt schon kopfsteht? Ein Essay über die kritische Funktion der Fas(t)nacht und deren Entwicklung. Von Léonard Wiesendanger

Die Fastnacht, ursprünglich eine christliche Festivität vor Anbruch der Fastenzeit, ist ein Fest, das mit der öffentlichen Ordnung in besonderem Masse bricht. Sie ist mehr als eine einfache Ausseralltäglichkeit, denn sie geht ihren alltäglichen Gegensatz, den Status Quo, gerade auch den politischen und religiösen, spottend frontal an. Wie kein anderes gesellschaftliches Fest steht sie deshalb zur gesellschaftlichen Ordnung in Opposition.

Der Hype um das aufkommende Forschungsgebiet der Neurowissenschaften – Neues Wissen, neue Techniken, neue Verfahren. Was bieten neue Therapietechniken wie Neurofeedback wirklich? Eine Analyse am Beispiel der Schizophrenie. Von Anja Blaser

Neuro-Was? Neurowissenschaften ist vielen noch ein Fremdwort. Nach und nach nimmt dieser Begriff, welcher die naturwissenschaftlichen Forschungsbereiche rund um Aufbau und Funktionsweise von Nervensystemen bezeichnet, an Bedeutung zu und mit ihm auch die Wichtigkeit der neusten Technologien und Verfahren aus dieser Disziplin. Dazu gehört auch das Neurofeedback.

In der modernen Berufswelt müssen wir viele Entscheidungen treffen, was aufregend sein kann, manchmal aber auch ganz schön einschüchternd. Von Vanessa Thai

In der sich heutzutage schnell verändernden Arbeitswelt mit ihren immer neuen Herausforderungen fühlt man sich nicht allzu selten als junge Erwachsene oder junger Erwachsener überfordert. Dies vor allem beim Übergang von der Komfortzone Universität in das Ungewisse. Nicht umsonst wird Student/innen geraten, während dem Studium bereits praktische Erfahrungen zu sammeln, damit man nicht nur mit theoretischem Wissen versucht, eine Stelle anzutreten. Die absolute Jobgarantie hat man aber nie, egal wie gut man sich vorbereitet. Deswegen gibt es theoretisch eigentlich immer Luft nach oben mit Weiterbildungen, anderen Studiengängen etc.