Der Vorstand der skuba – ein kleines Porträt zu Semesterbeginn

Die skuba, die studentische Körperschaft der Universität Basel, vertritt die Interessen der Studierenden an der Universität Basel auf offiziellem Weg. Da die skuba nicht allen ein Begriff ist, stellen wir die fünf Vorstandsmitglieder pünktlich zu Semesterbeginn vor. Von Léonard Wiesendanger

Der Vorstand ist die Exekutive der skuba und konstituiert diese zusammen mit dem Studierendenrat (Legislative) und den Fachgruppen. Er setzt sich aus fünf Vorstandsmitgliedern zusammen, die für je ein Ressort zuständig sind, die lauten: Inneres, Äusseres, Lehre und Qualitätssicherung, Soziales, Kultur. Einmal jährlich wird der Vorstand in Gesamterneuerungswahlen vom Studierendenrat gewählt und im Falle eines vorzeitigen Abgangs einzeln nachgewählt. Was sind ihre Aufgaben? Was sind ihre persönlichen Anliegen? Hier die Vorstehenden im Porträt. Fragen von euch zu ihren Aussagen, zur skuba oder auch allgemein zur Hochschulpolitik sind erwünscht!

Ressort Inneres: Jannis Wieczorek

Psychologie, BA im 5. Semester

Welche Aufgaben umfasst der von Dir betreute Zuständigkeitsbereich?

Das Ressort darf sich mit allen Aufgaben befassen, die innerhalb der skuba und innerhalb der Uni anfallen – daher der Name. Das heisst, dass ich Ansprechperson für alle Fachgruppen (FGs) bin und mich darum bemühe, herauszufinden, was diese brauchen. Im letzten Jahr haben wir beispielsweise einen neuen Onlineserver eröffnet, auf dem alle FGs einfach und übersichtlich ihre Dateien speichern können. Ausserdem hat jede FG einen eigenen Mailverteiler erhalten, mit dem sie alle ihre Studierenden kontaktieren kann. Highlight der Ressortarbeit stellen die FG-Treffen dar, die ich veranstalten darf und zu denen Vertreter*innen aller FGs kommen und sich austauschen. Nirgends habe ich so viele Leute aus allen Fachbereichen der Uni kennenlernen dürfen wie dort. Des Weiteren betreue ich den Studierendenrat und führe dessen Wahlen durch. Dazu gebe ich Workshops zu Uni-Politik für neue Mitglieder. Auch versuche ich natürlich einzuspringen, wo auch immer es mich braucht, sei das bei der Aufbesserung des Lernoullianums, bei Fragen der FGs zu jeglichen Themen oder im Vorstand bei allen Projekten, die den gesamten Vorstand betreffen.

Welche Anliegen bringst du mit? Wie lautet deine Agenda für das Ressort Inneres?

Das ist jetzt das zweite Jahr, das ich im Vorstand verbringen darf. Das hilft enorm bei der Agendafindung. Die skuba leistet echt tolle Arbeit und umfasst so viel. Die FGs, den Studierendenrat und den Vorstand. Wie das alles zusammengehört, ist knifflig zu verstehen. Das zu vereinfachen und allgemein das Engagement an der Uni zu fördern, ist mein Daueranliegen. Zusätzlich möchte ich dafür sorgen, dass das Budget, das die Studierendenvertretungen der einzelnen Fächer und Studiengänge erhalten, gerechter verteilt wird, damit möglichst viele Studierende vom Angebot der skuba profitieren. Des Weiteren plane ich, ein grosses politisches Austauschevent zu veranstalten, bei dem ganz unterschiedliche Studierende der Uni zusammenkommen. Davon werdet ihr hören, wenn es so weit ist. Mehr möchte ich an diesem Punkt noch nicht verraten…

Ressort Äusseres: Valentin Messmer

Philosophie und Germanistik (alte Philologie), BA im 7. und 5. Semester

Welche Aufgaben umfasst der von Dir betreute Zuständigkeitsbereich?

Das Ressort Äusseres koordiniert die skuba mit anderen Studierendenschaft auf nationaler und internationaler Ebene. Die Aufgabe besteht in einer Kooperation mit dem Verein Schweizer Studierendenschaften (VSS). Damit einher geht der Einsitz in zwei ihrer Kommissionen, die Kommission für Internationales und Solidarität (CIS) und die hochschulpolitische Kommision (HopoKo). Ebenfalls vertrete ich die skuba in Eucor, vor allem in dem Eucor Student Council (ESC) und stelle somit auch die Basler Eucor Delegation zusammen. Dazu stehen auch noch diverse kleinere Aufgaben bereit, wie die Vernetzung der skuba zu wichtigen Entscheidungsträger*innen in der Politik, dem Erziehungsdepartement Basel-Stadt und der Bildungsdirektion Basel-Land.

Welche Anliegen bringst du mit? Wie lautet deine Agenda für das Ressort Äusseres?

Meine Ziele für das kommende Jahr sind dreierlei. Erstens möchte ich die Struktur im ESC nachhaltig ändern, da zurzeit Eucor stark an seiner defizitären Popularität schwächelt und weil dieser Studierendenrat manchmal die Tendenz zu einer chaotischen Verfahrensweise aufweist. Dies möchte ich ändern. Zweitens möchte ich dem Studierendenrat verschiedene politische Figuren vorstellen und habe auch in diesem Rahmen die Nationalrätin der Grünen, Florence Brenzikofer, in den Studierendenrat eingeladen, um sie für die studentischen Interessen und Belange zu sensibilisieren. Drittens möchte ich die Beziehungen zwischen der skuba und dem VSS stärken und habe bereits den Co-Präsident des VSS für die Retraite des skuba-Vorstandes eingeladen. Ebenfalls habe ich das Projekt Perspektiven – Studium in den Studierendenrat eingeladen, um zu schauen, wie die Projekte des VSS sich an der Universität realisieren lassen würden. Ich stehe in der skuba für Integration, Gleichberechtigung und Partizipationsmöglichkeiten ein.

Lehre und Qualitätssicherung:

Murat Dimen

Politikwissenschaften und Soziologie, BA im 5. Semester

Welche Aufgaben umfasst der von Dir betreute Zuständigkeitsbereich?

Mein Aufgabenbereich umfasst die Betreuung der AG-Nachhaltigkeit. Dies bedeutet, dass ich ihre Projekte unterstütze sowie ihre Präsenz vergrössern möchte, da Nachhaltigkeit zu einem immer grösser werdenden Pfeiler unserer Gesellschaft wird. Darüber hinaus habe ich Einsitz in diversen universitären Gremien, die in den Bereich Lehre und Qualitätssicherung fallen. In diesen Gremien bringe ich Wünsche und Kritik der Studierenden ein. Ebenso führe ich Wahlen durch, um die studentischen Vertreter*innen für die Fakultätsversammlung sowie Regenzen aufzustellen.

Welche Anliegen bringst du mit? Wie lautet deine Agenda für das Ressort Lehre und Qualitätssicherung?

Mein Ziel ist ein intensiveres Engagement in der AG-Nachhaltigkeit, da es mir am Herzen liegt, nachhaltige Projekte zu unterstützen. Einerseits gelingt mir das in administrativer Form wie beispielsweise im Versenden von Newslettern, um mehr Interessierte anzulocken, andererseits auch durch die aktive Teilnahme an den bestehenden Projekten mit dem Ziel einen kleinen Beitrag zu einer nachhaltigeren Universität zu leisten. Auch möchte ich das Ressort öfters im Büro vertreten, um Belange der Studierenden, Wünsche und Kritik, entgegenzunehmen. Ich möchte insgesamt mehr Präsenz im Büro zeigen, damit Studierende sicher gehen dürfen, dass sie gehört werden und wir für sie da sind.

Ressort Soziales: Jana Carrow

Soziologie und Gender Studies, BA im 2. Semester

Welche Aufgaben umfasst der von Dir betreute Zuständigkeitsbereich?

Als Vorständin dieses Ressorts ist man eine niederschwellige und persönliche Anlaufstelle für Studierende, welche in ihrer persönlichen Integrität verletzt werden und sich ein Gespräch wünschen. Man ist Teil der Sozialkommission (SoKo) und der Gleichstellungskommission (CodEg) und arbeitet an den Projekten dieser Kommissionen mit. Zudem hat man die Freiheit, sich eigene Ziele zu setzen und eigene Projekte zu verwirklichen, um etwa die Gleichstellung voranzutreiben, den Studierenden bei Fragen rund ums Thema Wohnen zu helfen oder eigene Events zu planen.

Welche Anliegen bringst du mit? Wie lautet deine Agenda für das Ressort Soziales?

Da ich die skuba bald verlassen werde, wird die Position als Vorständin des Ressort Soziales bald wieder frei. Daher ist es momentan mein grösstes Anliegen, dass eine passende Nachfolgerin oder ein passender Nachfolger für mich gefunden werden kann. Meine Nachfolgerin oder mein Nachfolger hat dann die Gelegenheit, ihre/seine eigenen Ziele und Anliegen zu formulieren. Meine Aufgabe wird es sein, diese Person einzuarbeiten und ihr den bestmöglichen Start zu ermöglichen.

Ressort Kultur: Sarah Preiswerk

Politikwissenschaften und Geschichte – BA abgeschlossen, beurlaubt

Welche Aufgaben umfasst der von Dir betreute Zuständigkeitsbereich?

Das Ressort Kultur ist für alle kulturellen Anliegen der Studierenden zuständig. Dazu gehört auch die Betreuung der Sozialen Medien und das regelmässige Erstellen des Newsletters. Ebenso habe ich die Entwicklung der neuen Website begleitet und freue mich, dass die skuba nun ein neues Gesicht erhält. Das Ressort unterstützt Studierende bei ihren eigenen Vorhaben, organisiert aber auch eigene Events. Das Kulturlokal Verso der Universität Basel fällt ebenso in meinen Zuständigkeitsbereich. Dieses wird gerade neu organisiert, damit bald wieder die unterschiedlichsten Veranstaltungen stattfinden können. Wie alle anderen Vorständ*innen nehme ich ausserdem an den Sitzungen des Studierendenrates teil und bin als Teil eines exekutiven Gremiums an Entscheidungsprozessen beteiligt.

Welche Anliegen bringst du mit? Wie lautet deine Agenda für das Ressort Kultur?

Ganz im Sinne von Inklusion und Gleichberechtigung ist es mir ein Anliegen, dass Studierende noch mehr auf ihre Partizipationsmöglichkeiten in der Hochschulpolitik aufmerksam gemacht werden und diese auch wahrnehmen. Nur dann können passende Lösungen gefunden werden. Es gibt viele Anknüpfungspunkte und Anlaufstellen – wir sind eine davon. Ausserdem möchte ich noch mehr in den direkten Austausch mit den Studierenden kommen. Zu diesem Zweck werde ich im nächsten Semester vermehrt im Büro anzutreffen sein und weiterhin ein offenes Ohr für verschiedenste Anliegen haben. Auf meiner Agenda stehen: Erstens einen Ort des Austausches für Studierende mit der skuba schaffen und zweitens eine neue Kommunikationsstrategie zu erarbeiten.

Bilder: skuba